Rechnen

8. Mai 2010

Umgezogen nach oxyba.ath.cx

Einsortiert unter: Uncategorized — by ulfh @ 15:56

Dieser Blog ist ab jetzt nicht mehr aktiv.

Sie können mich unter http://oxyba.ath.cx erreichen.

http://oxyba.ath.cx

9. April 2010

Zu früh gefreut – ZAHLT sich Ehrlichkeit aus?

Einsortiert unter: ETF — by ulfh @ 15:56
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Also ich war fair und habe der ComStage mitgeteilt, dass beim Börsenspiel bzw ETF-Meisterschaft (wo es immerhin um eine schicke Reise als Gewinn geht) ein Fehler entstanden ist (von den ich Vorteile gehabt hätte). Siehe: http://rechnen.wordpress.com/2010/04/07/bad-data-beim-borsenspiel/

Und hier ist die Antwort auf meine Email:

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für Ihren Hinweis, den wir geprüft haben.
In der Tat ist die Transaktion lediglich durch einen Fehlpreis ausgelöst worden.
Dieser wurde für die Dauer einer Sekunde gezeigt, war aber kein handelbarer Preis.
Wäre in der Realität tatsächlich auf einen solchen Preis gehandelt worden, würde dieser als Mistrade rückabgewickelt.
Da wir die ETF-Meisterschaft so realitätsnah wie möglich abbilden wollen, werden wir den Kauf und Verkauf entsprechend in Ihrem Depot löschen, damit weiterhin Chancengleichheit unter den Spielern besteht.
Da Sie der Einzige sind der zu diesem Preis ausgeführt wurde, müssen wir lediglich bei Ihnen anpassen.
Andernfalls hätten wir selbstverständlich auch die fehlerhaften Transaktionen der anderen Spielteilnehmer gelöscht.
Wir bitten um Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr ComStage Team
Commerzbank AG
Derivatives Public Distribution
Tel: +49 (0) 69 136 47845
Fax: +49 (0) 69 136 47595
Mainzer Landstrasse 153
60327 Frankfurt/Germany
Email: zertifikate@commerzbank.com

http://www.commerzbank.com

Da es beim Hauptgewinn ja um eine Reise zur Fussball-WM handelt, sollte doch FAIR-PLAY auch eine Rolle spielen?

8. April 2010

Kurssturz-Day

Heute ist mal wieder das Griechenland-Gespenst an der Börse aufgetaucht.

Dax verliert deutlich, Bankentitel stürzen ab

Das witzige ist aber, dass es sich nicht um neue Informationen handelt, dass der griechische Staat ein paar Refinanzierungsproblemchen hat. Es passt besser ins Bild, dass (i) über Ostern (ii) an den Börsen bei niedrigen Handelsvolumen die festgestellten Auktionspreise durch (iii) eine temporär höhere Nachfrage als Angebot höher waren als dies mit höheren Ask und Bid Sizes (jetzt) der Fall wäre.

Desweiteren gab es gestern bei vielen Wertpapieren lokale Maxima bei den Preisen. Das zur Folge:

Long-Marktteilnehmer diverser Frequenzen (täglich bis monatlich) ermittelten für die Masse der Einzelposition (mentale Buchführung), dass ihre persönliche Mindesrenditeforderung erfüllt wurde (==> „Mitnahmeeffekte“). Zum Beispiel ein Tagestrader hätte gestern raus sein müssen, aber ein Monatstrader wäre selbst heute bei fallenden Kursen mit einen Plus rausgegangen.

Nun ist die Situation, dass Long-Marktteilnehmer die nun rausgegangen sich wieder einkaufen müssen ==>

(i) Die Nachfrage wird in den nächsten Handelstagen wieder größer als das Angebot sein (==> Kurse UP)

(ii) Es werden ganz viele Bids an den Börsen gestellt mit niedrigen Preislimits (==> Höherer Ask/Bid Spread)

Die Gretchenfrage ist: Wo setzt man die (niedrigen) Kauflimits?
- Wenn „Zu Niedrig“ kommt man vielleicht nicht vom Bargeldbestand/Geldmarkt/Alternativen runter,
- Wenn „Zu Hoch“ entstehen temporäre Buchverluste, wenn das nächste lokale Minima noch tiefer sein sollte.

In der Regel kommen das „Chartanalysten“, die behaupten irgendwelche Muster, Widerstände, und so weiter zu „erkennen“. Ja ich bin da skeptisch, aber Nein, so ganz weit hergeholt ist das nicht. Zumindestens wurde das mit den Widerstandslinien als etwas Signifikantes in der Finanzmarktforschung entdeckt:

Link 1: http://ssrn.com/abstract=888805
Link 2: http://www.jstor.org/pss/3648174

Ein simpler Erklärungsansatz ist: Long-Marktteilnehmer die auf Bargelbestand sitzen und eine ihrer Frequenz entsprechenden Erwartungswert (z.B. erwarteter Preis in X Tagen/Monaten) ermitteln, berechnen ihre Kauflimits durch diesen Erwartungswert minus ihrer Mindestrenditeforderung. Folglich bilden sich aus der Masse der Kauflimits die von den Chartanalysten bezeichneten „Widerstandslininen“. Konvergieren durch Kommunikation unter den Bargeld-Long-Marktteilnehmer, ihre Kauflimits, entstehen solche „Widerstandslinien“ die von Chartanalysten im TV/Zeitschriften/usw. vorgestellt werden.

Umstände (Viren) zwingen zum Glück (Umstieg)

Einsortiert unter: Computer — by ulfh @ 01:41
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In den letzten Monaten war ich nur mit meinen Netbook (Win XP) unterwegs. Daher nahm ich nur am Rande war, dass auf meinen PC (Win XP) die Lizenz für mein Antivirenprogramm in der Zwischenzeit auslief. Und was war das Ergebnis?

-> Anschalten -> Mittagessen -> Zurückkommen -> Blauer Bildschirm

Der Blaue Bildschirm ging auch nicht mehr weg. Nix mit Restart oder Abgesichert. Das Windows/System war zerschossen. Ich durfte dann erfahren, dass ein PC im Netzwerk seit ein paar Tagen virenverseucht war. Danke!!!

Ok, es war Ostern. Daher nutzte ich die „Umstiegsgelegenheit“, zog mir Ubuntu und probiere seitdem herum. Diesen Gedanken hat mir vor ein paar Wochen eine ehemalige Kollegin gebracht, die glückliche Ubunu-Userin ist (Sie ist keine Informatikerin oder Ähnliches). Generell erscheint Ubuntu idiotensicher, und bisher ist mir noch nichts Schlimmes über den Weg gelaufen. Eigentlich war schon alles drauf, was der/die Standardnutzer/In an Progz haben will: Email, Browser, ein Office Programm, Bildbearbeitung, Video-Player, und so weiter. Sehr toll finde ich das „Ubuntu Software Center“, wo man schnell Progz finden kann, die man mal eben braucht.

Das einzige womit ich echte Probleme hatte war mein WLAN-USB Stick (AVM/Fritz), weil der so einen blöden Speicher hat, den Linux als bootfähige Laufwerk (wie eine Festplatte) erkennt. Das war dann ziemlich trickreich zu installieren. Was solls ich gehe so oder so über das gute alte Netzwerkkabel rein… Nee eigentlich gehe ich über das Stromkabel rein…

Danach habe ich mir gedacht, dass es eventuell sinnvoll sein kann, wenn man anonym ins Internet gehen könnte. Wer weiß? Können oder nicht können? Vielleicht braucht man das irgendwann einmal. Ich war eh schon dabei den Uni-Proxy einzurichten. Darum machte ich mit TOR gleich weiter.

An die ETF-Meisterschaft habe ich auch gedacht. Habe mir eine schicke MySQL Datenbank für Finanz- und Wirtschaftsdaten und mir eine nettes C Programm mit libcurl geschrieben um mir Quotes von Yahoo automatisch zu ziehen. Kann damit auf Anhieb Preise, Ask, Bids, usw. von ca. 11000 Wertpapieren in ein paar Sekunden ziehen. Jedoch gibt es da ein, zwei Probleme:

(1) Yahoo hat relativ schnell meine IP für ein paar Minuten gesperrt,
(2) Meine Festplatte würde nach ein paar Stunden voll sein,

und viel wichtiger

(3) Ich brauche soviele Wertpapiere garnicht.

Naja. Zumindestens habe ich in diesen kleine Crashkurs MySQL / C gelernt, wie man die Datenbank organisieren muss, um (wenn man es unbindingt will) super viele Zeitreihen so zu speichern, dass später (wenn man die Daten analysieren will) die Queries nicht brechend langsam werden.

Bleibt nur die Frage, ob ich nun mein Netbook auch umrüsten soll? Hmmm, in dieser Welt herrschen immer noch Microsoft-Office-Anwendungen, die mit VBA-Codes gestreichelt werden wollen.

7. April 2010

Bad Data beim Börsenspiel

Einsortiert unter: ETF — by ulfh @ 23:08
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Heute hatte ich wahrlich GLÜCK gehabt. Um die Osterzeit hatte ich keine Zeit für die ComStage ETF-Meisterschaft und hatte daher mein Portfolio liquidiert. Die ca. 15 Positionen wurden auf 1Stk zurückgefahren. Da ich aber keine Glasskugel habe, setzte ich ein paar Order „auf gut Glück“ rein, mit niedrigen Order-Limits – Mal übertrieben, mal nah dran.

Heute musste ich aber auf einen Blick ins Portfolio stauen.

Für den 07.04.2010 um 12:33 Uhr wurde vom ETF „ComStage ETF Dow Jones Industrial AverageTM“ (WKN: ETF010) 30 Stk @ 65,58 Euro und 38 Stk @ 65,58 Euro gekauft und schön verbucht.

Das Problem daran war, dass der ETF010 an diesem Tag bei Mid 85 gehandelt wurde. Daher verkaufte ich (virtuell) am 07.04.2010 um 14:18 Uhr den ETF „ComStage ETF Dow Jones Industrial AverageTM“ 68 Stk @ 84,65 Euro, was dann ca. 1296 Euros virtueller Spielgewinn war.

Generell war meine Performance bisher eher dürftig, sodass diese 1296 Euros ca. 2/5 meines aktuellen Spielgewinns ausmachen. Toll!

Was war geschehen? Dafür gibt es viele Begründungen, z.B.

(1) Irgendein Marktteilnehmer hat tatsächlich an der Referenzbörse Stuttgart eine (unlimitierte) Market Order reingesetzt, die bei plötzlich einsetztender Mittagspause-Marktilliquidät mit einer unverschämten (echten) Limit Order wegrasiert wurde.

(2) An der Referenzbörse in Stuttgart hat ein Marktteilnehmer seine API mit einem Testsignal geprüft, was von ComStage als echte Handelsaktivität verzeichnete.*

(3) Im Rechner bei der ComStage hat sich am 07.04.2010 um 12:33 Uhr ein Zahlenfehler eingeschlichen als die Bids und Asks des ETF010 berechnet wurden.*

*Da gleichzeitig Handelsaktivität (Trade Size) bei der Referenzbörse auftauchte, wurden dann der gebotende Verkaufspreis im (virtuellen) Börsenspiel als WAHR geflaged, sodass meine (unverschämte virtuelle) Limit Order durchgewunken wurde.

Ich werde es wohl nie erfahren. Oder ich mache mir die Mühe in den Trade & Sales Tabellen von der Referenzbörse Stuttgart nachzuschauen. Hmm, Nööö gehe jetzt Schlafen. Gute Nacht!

Ein Link über Datenfilterung bei Börsendaten: http://www.tickdata.com/pdf/Tick_Data_Filtering_White_Paper.pdf

22. März 2010

Mikrige 0,35%

Einsortiert unter: ETF — by ulfh @ 19:03
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Heute morgen musste alles ganz schnell gehen. Vor dem Duschen drückte ich noch schnell auf’s Knöpfchen um die Portfoliogewichtungen auszurechnen und beim Kaffee schlürfen wurden die Order für das Börsenspiel auf eingetippt.

Nach dem Mittag wagte ich dann mal einen kleinen Blick auf das Depot. Da war ganz schön Land unter! Da hatten sich ca. 3000 Spielgeld-Euros in Luft aufgelöst. Der Bargeldbestand hat mein Portfolio 1 outperformed.

Am Abend hat sich nun alles erholt und das Portfolio 1 liegt bei 0,35% im Plus. Ohne Ordergebühren wären es 0,49%. Schlimmer ist aber dass eine unlimitierte Order nicht ausgeführt (EONIA ETF), warum auch immer. Hätte ich es über die anderen Assets allokiert wären es +30 Euro gewesen. Arghhh. Was sagt uns das?

Regel 1: Minimiere den Bargeldbestand.

21. März 2010

Daten Daten Daten

Einsortiert unter: ETF — by ulfh @ 19:39
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Wie gesagt, man muss es nicht tun! Wenn man unbedingt rechnen will mit Vergangenheitsdaten kann man auch die ComStage Seite gehen und sich die Zeitreihen für die ETFs runterladen. Man kann auch seine „Gefühl“ für wirtschaftliche Entwicklungen spielen lassen und seine Fake-Money im Börsenspiel setzen – Das ist nicht verkehrt! Auch wenn man sich Modelle zusammenbastelt, muss man diese qualitativ begründen können – So wurde mir das zumindestens von meinen Uni-Prof eingetrichtert.

Ich werde aber rechnen und die Rechnerei auf die höchste Sppitze treiben wie es meine Zeit zulässt (Aufwand/Nutzen = unverhältnismäßig).

(1) Indexzusammensetzung beschaffen.
Ich habe mir die Stoxx-ETFs ausgeguckt, weil man dafür die Indexzusammensetzung von der Stoxx-Homepage laden kann. Aber warum?

Sei w_p \in R^{n\times 1} die Gewichtung der ETFs im Hauptportfolio, z.B.


%Zwei ETFs
x = rand(2,1)
wp = x./sum(x)
wp =
0.5035
0.4965

und W_{idx} \in R^{s\times n} eine Matrix mit den Indexgewichtungen aller n ETFs und s Wertpapieren, die in den Indizies drin sind, z.B.


%Indexgewichte
% 1 Spalte ist 1 Vektor mit den Indexgewichten des ETFs
% 1 Zeile enthält die Indexgewichtes 1 Underlyings in diversen
% Hier sind 3 Wertpapiere, die auch in beiden Indizies drin sind
ETFs
x = rand(3,2);
indx = sum(x,1);
wi = x./indx(ones(3,1),:)
wi =
0.3400 0.1980
0.5606 0.4300
0.0994 0.3720

Sagen wir nun, dass wie in einer klassischen Portfoliooptimierung, wie lediglich mit Hilfe der ETFs relativ günstig unter Transaktionskostenaspekte super viele Assets allokieren wollen, dann ist die klassische Portfoliogewichtung:

%Gewichtungen der 3 Underlyings über Allokation mit den 2 ETFs:
(wi * wp)
ans =
0.2695
0.4957
0.2347

Die Portfoliorendite würde sich dann wie gewohnt aus den Einzelrenditen \mu_{i} mit i=\{1,2,...,s\} der drei Underlyings ergeben

%Drei Underlyings
mu = rand(1,3)
mu =
0.8147 0.9058 0.1270

%Portfoliorendite
mu*(wi*wp)
ans =
0.6984

(2) Genetische Optimierung
Das ganze Ding da oben habe ich in eine Genetische Optimierungssuche eingebettet (z.B. hier eine alte Version). Eine Quadratische Optimierung (wenn man so eine Markowitz-Zielfunktion benutzen will), geht nicht. Bei deterministischen Verfahren würde man generell Probleme bekommen, weil man die Gewichtungen der ETFs anpassen muss, die aber durch eine Funktion gejagt werden (der Matrix mit den Indexgewichtungen) und dann erst die Gewichtungen des Klein-Klein-Portfolios entstehen. Ich glaube mich zu errinnern, dass es da deterministische Verfahren gibt, aber ich habe dafür keine Zeit und es hat nur eine Stunde gedauert einen alten Software-Code anzupassen … mit Testen, Debugging, Testen, Debugging, Testen, Debugging, …. Auf jeden Fall konvergieren die Lösungen jetzt schön, auch nach mehrmaligen Wiederholen.

(3) Daten Daten Daten
Mein Portfoliomodell will gefüttert werden… Yum Yum… Daher habe ich gestern die Yahoo-Ticker-Symbole per Copy & Paste von deren Internet-Seite geholt, und dann mit ein paar zeile Code von dort runter gefeched.

Falls das auch wer vor hat, hier sind die aktuellen Probleme.

- Die Firma TIKKURILA ist ganz neu im Stoxx, weil es ein Spin-Off von KEMIRA ist (Beide Finnland).
- Die Henderson Group (LSE), Delta (NL) und Porsche Vorzug gibt es nur für rund 1,5 Jahre historische Daten. eim Asset Manager Henderson und der Versicherung Delta ist der Grund dass die erst ihren IPO gemacht machen. ei Porsche weiß ich es nicht.
- Griechische Firmen sind grausam! Die werden von Yahoo nicht über die Börse in Athen erfasst. In Athen gibt es noch keine Online-Datenbanken, sondern Excel-Sheets für die letzten 30 Tage (Ganz super…). Ich benutze die Preise vom Frankfurter Pakett.
- Bei den Zeitreihen von Julius Baer und Sonova fehlt fast 1 Jahr mitten drin (!). Ich habe daher direkt bei der SIX die Zeitreihe runtergeladen.
- Gleiches gilt für die DANSKE BANK (Dänemark) und KONECRANES (Finnland), die bei der NASDAQ OMX Nordic zu bekommen sind.
- Arcelor Mittal (Luxemburg), Fortis (Benelux) und Corio (NL) gibt es bei der EuroNext.

Das war aber noch nicht alles. Wir brauche noch die Wechselkurse von 5 europäischen Währungen im Vergleich zum Euro

46x CHF
16x DKK
170x GBP
16x NOK
38x SEK

Sowwas kann man sich beispielsweise von der Europäischen Zentralbank im SDMX-Standard ziehen.

Ok, zumindestens, wenn sich alle diese Mühen nicht lohnen sollten mit Hinblick auf das Börsenspiel, ist meine SQL Datenbank für Finanzsachen und Schnittstellen zu XML-Feeder jetzt wieder auf gewartet.

ETF-Meisterschaft

Einsortiert unter: Uncategorized — by ulfh @ 18:33
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Die Commerzbank (ComStage) veranstaltet ein Börsenspiel [http://www.etf-meisterschaft.com] und da werde ich mich mal drin versuchen. Ist ja kein echtes Geld.

Natürlich habe ich vorher ein paar Plaungen angestellt. Eigentlich braucht man garkeine Überlegungen anstellen, und kann auch einfach das Modellportfolio mit ETFs vollstopfen.

Auswahl an Wertpapieren
Comstage gibt als Nebenbedingung vor, dass die Gewichtung
w_i \leq 0.1
sein muss – Eine Wertpapierposition darf nicht größer als 10% des Portfoliowerts sein. Soweit ich bisher nachgezählt habe kann man zwischen 65 ETFs vom Veranstalter investieren. Daher könnte man denken, dass es kein Problem sei die 10% Nebenbedingung zu erfüllen. Nicht ganz.

14 ETFs haben Sovereigns/Renten als Underlying (iBOXX). Damit kann man nicht unbedingt einen Blumentopf gewinnen. Außer wenn die Erwartung hat, dass alles andere mit einer in Richtung 1 schnellenden Korrelation den Bach runter geht.

2 ETF ist die „riskfree“ Anlagemöglichkeit (EONIA und Fed Funds Rate). Dies werde ich wohl in Anspruch nehmen müssen, weil ich zum Spielbeginn noch nicht alles in „risiky“ Sachen allokiert haben werde – Keine Zeit.

1 ETF ist ein Equal Weighted Rohstoff-Korb (Edelmetall, Industriemetalle, Agrarerezugnisse, Öl/Gas). Wenn man Rohstoff spielen will, dann muss man auf die Rohstoffabhängigen Aktien/Firmen losgehen. Das können dann entweder Förderer sein, die von Rohstoffanstiegen profitieren (Bergbau, Öl-Konzerne), oder als Abnehmer heftig Tränen im Einkauf weinen (Verarbeitende Gewerbe).

7 ETFs beziehen sich auf die übliche Länderindizies (DAX, DJI, TOPIX, NIKKEI, SMI, NASDAQ, ATX) ganz im Sinne der Triade (Nordamerika, Europa, Japan).

17 ETFs sind MSCI um vor allem eine geographische Stratification zu machen. Also gibt es 24 ETFs dafür.

24 ETFs sind europäische Branchenindizies von Stoxx. Da sind nette Sache mit drin, wie Dividende-Strategie, ein Leverage-ETF und Short-ETF auf die großen Firmen. Unter dem Strich sind in den 24 ETFs 600 Firmen drin mit 6 europäischen Nicht-Euro Währungen.

Mini-Brainstorming
Was will ich spielen?

(1) Rohstoffe/Förderer/Verbraucher:
- Idee: Modelliere die Lieferketten, in den Gedanken um ein Prescreening zu machen. Danach suche nach Autokorrelation (temporale Korrelation) – Führt eine Preisänderungen eines Rohstoffs in kurzer Zukunft zu einer Preisänderung der Abnehmer-/Förderfirma?
- Beurteilung: Ist doof weil, ich nicht alle Zeitreihen für die Rohstoffe fetchen kann. Ok könnte ich aber von vielen Quellen (z.B. Johnson Matthey, Futures-Börsen wie ICE, dubiose Webseiten…) und am Ende auch noch dieses doofe Future-Preise per Rollover in Proxy-Zeitreihen umwandel…bla bla… Ne der Aufwand ist mir zu hoch.

(2) Long/Short
- Der Stoxx50 gibt es als Leverage-Long (2x) und als Short-ETF, womit wunderbar irgendeine heuristische Handelsstrategie drüber fahren lassen kann. Man kauften 1x den Leverage vs 2x den Short je nachdem was die Black-Box für ein +/- Signal raushämmert.
- Problem: Die 10%-Regel.

(3) Yield-Curve Spielchen
- Wähle irgendeine Zinsstrukturmodell (Nelson-Siegel, SDEs, etc) and dass „du unabrückbar glaubst“ und dann versuche Abweichungen bei einer bestimmte Maturity zwischen den ETF und dem Modell auszunutzen.
- Problem: Man kann die ETFs nicht shorten. Man würde immer nur die Hälfte machen, und dann lohnt es sich der Aufwand nicht.

(4) Sector-Rotation
- Oh jetzt grabe ich die Toten aus… Über den Konjunkturzyklus die Mini-Booms in bestimmten Geschäften/Marktsegmenten/Branchen reiten. Man muss nur die Time-Lags (in Monate) ungefähr rausbekommen. Das könnte man wunderbar mit den Stoxx-ETFs machen.
- Problem: Wir sind in eine Art Schwarzen Loch des Konjunkturzyklus gefangen. Zweitens, das Börsenspiel geht nur bis Mai.

(5) Wechselkurs-Phantasien
- Das schöne ist ja, dass Indizies wie DJI den USD, Nikkei den JPY, SMI den CHF, und so weiter als Währungseinheit haben, aber bei den ETFs alle in EUR umgerechnet werden. Suche nun die Indizies – oder auch Indexbestandbestandteile – so zusammen, dass das Wechselkursrisiko maximal wird im Vergleich zu den Marktpreisrisiko in der lokalen Währung selbst – Und schon hat man sein Pferdchen um FX-Strategie zu machen.
- Problem: Man haut sich eigentlich nur 2 Störquellen in seine Anlagestrategie. Schön riskant, und es kann sich auch offsetten. Man muss vorher genau prüfen, ob die Indexbestandteile selbst auf Wechselkursänderungen reagieren (z.B. Import/Export-lastige Firmen).

25. Juni 2009

Spielen mit System

Einsortiert unter: Spass — by ulfh @ 14:59
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Spielen mit System

Quelle: Finding Pricing Excellence on a Roulette Wheel

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