In den letzten Monaten war ich nur mit meinen Netbook (Win XP) unterwegs. Daher nahm ich nur am Rande war, dass auf meinen PC (Win XP) die Lizenz für mein Antivirenprogramm in der Zwischenzeit auslief. Und was war das Ergebnis?
-> Anschalten -> Mittagessen -> Zurückkommen -> Blauer Bildschirm
Der Blaue Bildschirm ging auch nicht mehr weg. Nix mit Restart oder Abgesichert. Das Windows/System war zerschossen. Ich durfte dann erfahren, dass ein PC im Netzwerk seit ein paar Tagen virenverseucht war. Danke!!!
Ok, es war Ostern. Daher nutzte ich die “Umstiegsgelegenheit”, zog mir Ubuntu und probiere seitdem herum. Diesen Gedanken hat mir vor ein paar Wochen eine ehemalige Kollegin gebracht, die glückliche Ubunu-Userin ist (Sie ist keine Informatikerin oder Ähnliches). Generell erscheint Ubuntu idiotensicher, und bisher ist mir noch nichts Schlimmes über den Weg gelaufen. Eigentlich war schon alles drauf, was der/die Standardnutzer/In an Progz haben will: Email, Browser, ein Office Programm, Bildbearbeitung, Video-Player, und so weiter. Sehr toll finde ich das “Ubuntu Software Center”, wo man schnell Progz finden kann, die man mal eben braucht.
Das einzige womit ich echte Probleme hatte war mein WLAN-USB Stick (AVM/Fritz), weil der so einen blöden Speicher hat, den Linux als bootfähige Laufwerk (wie eine Festplatte) erkennt. Das war dann ziemlich trickreich zu installieren. Was solls ich gehe so oder so über das gute alte Netzwerkkabel rein… Nee eigentlich gehe ich über das Stromkabel rein…
Danach habe ich mir gedacht, dass es eventuell sinnvoll sein kann, wenn man anonym ins Internet gehen könnte. Wer weiß? Können oder nicht können? Vielleicht braucht man das irgendwann einmal. Ich war eh schon dabei den Uni-Proxy einzurichten. Darum machte ich mit TOR gleich weiter.
An die ETF-Meisterschaft habe ich auch gedacht. Habe mir eine schicke MySQL Datenbank für Finanz- und Wirtschaftsdaten und mir eine nettes C Programm mit libcurl geschrieben um mir Quotes von Yahoo automatisch zu ziehen. Kann damit auf Anhieb Preise, Ask, Bids, usw. von ca. 11000 Wertpapieren in ein paar Sekunden ziehen. Jedoch gibt es da ein, zwei Probleme:
(1) Yahoo hat relativ schnell meine IP für ein paar Minuten gesperrt,
(2) Meine Festplatte würde nach ein paar Stunden voll sein,
und viel wichtiger
(3) Ich brauche soviele Wertpapiere garnicht.
Naja. Zumindestens habe ich in diesen kleine Crashkurs MySQL / C gelernt, wie man die Datenbank organisieren muss, um (wenn man es unbindingt will) super viele Zeitreihen so zu speichern, dass später (wenn man die Daten analysieren will) die Queries nicht brechend langsam werden.
Bleibt nur die Frage, ob ich nun mein Netbook auch umrüsten soll? Hmmm, in dieser Welt herrschen immer noch Microsoft-Office-Anwendungen, die mit VBA-Codes gestreichelt werden wollen.